Warum sind Installation und Standort so entscheidend?

Die beste Digital Signage Hardware und die überzeugendsten Inhalte nützen wenig, wenn das Display am falschen Ort installiert ist oder technische Details vernachlässigt werden. Eine durchdachte Installation und die richtige Standortwahl sind entscheidend für Sichtbarkeit, Sicherheit und Wirkung Ihrer Digital Signage Lösung. In diesem Beitrag erfahren Sie, worauf Sie achten müssen und wie Sie Ihre Kunden optimal beraten.


Die wichtigsten Faktoren bei der Standortwahl

1. Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit:
Wählen Sie Standorte mit hoher Frequenz und Blickkontakt zur Zielgruppe. Ideale Plätze sind Eingangsbereiche, Wartezonen, Kassennähe, Schaufenster oder Hauptverkehrswege. Das Ziel: Ihre Botschaft wird nicht übersehen! In großen Gebäuden oder Shopping Malls sollten Sie die natürlichen Laufwege analysieren und Hotspots für die Platzierung nutzen.

2. Betrachtungsabstand und Höhe:
Passen Sie die Displaygröße und Montagehöhe an die typische Entfernung der Betrachter an. Für große Flächen und hohe Decken empfehlen sich größere Displays oder Videowalls. Faustregel: Die Displaymitte sollte sich auf Augenhöhe der Zielgruppe befinden – meist zwischen 1,60 und 1,80 Meter. Bei Deckenmontage (z. B. in Bahnhöfen) kann auch eine leichte Neigung sinnvoll sein.

3. Lichtverhältnisse:
Beachten Sie natürliches und künstliches Licht. Schaufenster und Außenbereiche erfordern besonders helle Displays, ggf. mit Entspiegelung. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung auf Standarddisplays, da dies die Sichtbarkeit massiv beeinträchtigt. Prüfen Sie zudem, ob sich Lichtquellen im Laufe des Tages verändern (z. B. durch Sonnenstand).

4. Zugänglichkeit und Wartung:
Achten Sie darauf, dass Technik, Stromversorgung und Netzwerkanbindung leicht zugänglich sind. Planen Sie ausreichend Platz für Wartung und Service ein. Ein Display, das bei Ausfall nur mit großem Aufwand erreicht werden kann, verursacht unnötige Kosten und Ausfallzeiten.

5. Sicherheit und Schutz:
In öffentlichen Bereichen sind vandalismussichere Gehäuse, stabile Halterungen und ggf. Diebstahlschutz sinnvoll. Für den Außenbereich sind wetterfeste, IP-zertifizierte Systeme erforderlich. Prüfen Sie, ob zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Alarmkontakte oder Überwachungskameras sinnvoll sind.


Schritt-für-Schritt: So läuft eine professionelle Installation ab

1. Standortbegehung und Planung:
Analysieren Sie die räumlichen Gegebenheiten, messen Sie Licht, Stromversorgung und Netzwerk aus und stimmen Sie sich mit dem Kunden ab. Ein Vor-Ort-Termin ist Pflicht, um alle Eventualitäten zu erkennen.

2. Auswahl der Halterungen und Gehäuse:
Nutzen Sie geprüfte, passende Halterungen für Wand, Decke oder Standmontage. Für Outdoor: wetterfeste und vandalismussichere Gehäuse wählen. Achten Sie auf flexible Montagesysteme, falls spätere Anpassungen nötig werden.

3. Stromversorgung und Verkabelung:
Planen Sie ausreichend Steckdosen und sichere Kabelwege ein. Für größere Installationen empfiehlt sich eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), um Ausfälle bei Stromschwankungen zu vermeiden. Kabelkanäle sorgen für Ordnung und Sicherheit.

4. Netzwerkanbindung:
Stellen Sie eine stabile Internet- oder Intranetverbindung sicher – per LAN, WLAN oder Mobilfunk, je nach Standort und Anforderungen. Für kritische Anwendungen empfiehlt sich LAN, da es weniger störanfällig ist. Prüfen Sie die Signalstärke und -stabilität vor der Installation.

5. Montage und Ausrichtung:
Montieren Sie das Display exakt ausgerichtet, achten Sie auf sichere Befestigung und optimale Sichtachsen. Kontrollieren Sie, ob das Display aus allen gewünschten Blickwinkeln gut sichtbar ist und keine Blendquellen stören.

6. Inbetriebnahme und Test:
Führen Sie einen Funktionstest durch, prüfen Sie Helligkeit, Auflösung, Content-Anzeige und Netzwerk. Schulen Sie den Kunden bei Bedarf im Umgang mit dem System. Dokumentieren Sie die Installation für spätere Wartungen oder Erweiterungen.


Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden

  • Falscher Standort: Das Display wird nicht gesehen oder ist schlecht erreichbar. Häufige Fehler sind zu hohe oder zu niedrige Montage, versteckte Positionen oder ungünstige Blickachsen.
  • Unzureichende Helligkeit: Inhalte sind bei Tageslicht oder Sonne nicht erkennbar. Besonders bei Schaufenstern und Outdoor-Displays sollten Sie High-Brightness-Modelle einsetzen.
  • Fehlende Entspiegelung: Spiegelungen machen das Display unlesbar. Prüfen Sie vorab, wie sich Lichtquellen auf das Display auswirken.
  • Schlechte Verkabelung: Stolperfallen, unsichere Stromversorgung oder instabile Netzwerke führen zu Ausfällen und Sicherheitsrisiken.
  • Vernachlässigte Wartung: Kein Zugang zu Technik oder regelmäßiger Service möglich. Planen Sie Wartungsintervalle und Zugänglichkeit bereits bei der Installation ein.
  • Fehlende Dokumentation: Ohne genaue Pläne und Protokolle wird die Wartung erschwert und Fehlerquellen bleiben unentdeckt.

Praxisbeispiele: So sieht eine gelungene Installation aus

Einzelhandel:
Schaufensterdisplays werden auf Augenhöhe der Passanten montiert, mit Blickrichtung auf den Hauptlaufweg. Im Ladeninneren sorgen Displays an der Kasse oder in Wartebereichen für zusätzliche Impulse.

Gastronomie:
Digitale Menüboards hängen über dem Tresen, gut sichtbar für alle Gäste. Outdoor-Displays werden mit wetterfesten Gehäusen und Diebstahlsicherung installiert.

Unternehmen:
Empfangsdisplays begrüßen Besucher direkt am Eingang, digitale Türschilder werden an gut erreichbaren Stellen neben den Türen angebracht.

Öffentlicher Raum:
Große LED-Walls in Bahnhöfen oder Flughäfen sind so ausgerichtet, dass sie aus großer Entfernung und aus verschiedenen Richtungen sichtbar sind. Wartungszugänge sind eingeplant, um schnelle Reparaturen zu ermöglichen.


Tipps für Wiederverkäufer: So beraten Sie Ihre Kunden optimal

  • Bieten Sie einen Vor-Ort-Check oder eine Standortanalyse an.
    Nur so lassen sich alle technischen und räumlichen Anforderungen erkennen.
  • Empfehlen Sie professionelle Halterungen und Gehäuse.
    Billige Lösungen führen oft zu Problemen bei Stabilität, Sicherheit und Wartung.
  • Weisen Sie auf die Bedeutung von Helligkeit, Entspiegelung und Netzwerkanbindung hin.
    Zeigen Sie anhand von Beispielen, wie sich diese Faktoren auf die Wirkung auswirken.
  • Erstellen Sie eine Checkliste für die Installation und bieten Sie Wartungsverträge an.
    So sichern Sie langfristige Kundenzufriedenheit und zusätzliche Umsätze.
  • Schulen Sie Ihre Kunden im sicheren und effizienten Umgang mit der Technik.
    Eine kurze Einweisung kann viele Serviceanfragen vermeiden.

Trends und Zukunftsaussichten

  • Mobile Installationen:
    Rollbare oder temporäre Displays für Events, Pop-up-Stores oder Messen gewinnen an Bedeutung.
  • Sensorik und Automatisierung:
    Sensoren steuern die Helligkeit, schalten Displays bei Bewegung ein oder passen Inhalte an die Zielgruppe an.
  • Integration in Gebäudetechnik:
    Digital Signage wird zunehmend mit Lichtsteuerung, Zutrittskontrolle oder Raumbuchungssystemen vernetzt.
  • Nachhaltigkeit:
    Energieeffiziente Displays, automatische Abschaltung bei Nichtgebrauch und langlebige Materialien gewinnen an Bedeutung.

FAQ – Häufige Fragen zu Installation und Standortwahl

Wie hoch sollte ein Digital Signage Display montiert werden?
Die ideale Höhe liegt meist zwischen 1,60 und 1,80 Meter zur Displaymitte – je nach Anwendung und Betrachtungsabstand. Für große Räume oder Wartebereiche kann eine höhere Montage sinnvoll sein, wenn der Blickwinkel stimmt.

Kann ich Digital Signage auch im Außenbereich installieren?
Ja, mit wetterfesten, IP-zertifizierten Displays und vandalismussicheren Gehäusen. Achten Sie auf Temperaturbereich, Schutz vor Feuchtigkeit und direkte Sonneneinstrahlung.

Was tun bei fehlender LAN-Verbindung?
Viele Systeme unterstützen WLAN oder Mobilfunk. Für kritische Anwendungen ist LAN jedoch oft stabiler. Prüfen Sie auch die Möglichkeit redundanter Verbindungen.

Wie kann ich die Wartung vereinfachen?
Planen Sie Serviceklappen, leicht erreichbare Technik und regelmäßige Wartungsintervalle ein. Dokumentieren Sie alle Installationsschritte.

Was muss bei der Stromversorgung beachtet werden?
Sichere, normgerechte Verkabelung, ausreichend Steckdosen und ggf. USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) sind Pflicht.


Fazit: Installation und Standort – das Fundament Ihres Erfolgs

Eine durchdachte Installation und die richtige Standortwahl entscheiden maßgeblich über Sichtbarkeit, Sicherheit und Wirkung Ihrer Digital Signage Lösung. Nur wenn Technik, Umfeld und Content optimal zusammenspielen, entfaltet Ihr Projekt den maximalen Mehrwert. Investieren Sie in Beratung, Planung und professionelle Umsetzung – das zahlt sich für Ihre Kunden und Ihr eigenes Geschäft nachhaltig aus.

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